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Archiv der Kategorie Bruchstücke

Und Thomas Mann war …

… als Vater doch nicht so eine Niete!

“Im Wendepunkt” von Klaus Mann las ich nun, dass Thomas Mann sich auch ganz rührend um seine Sprösse sorgen konnte. Klaus und Golo träumten nachts von Gespenster, sie hatten schreckliche Angst, so dass Klaus es einmal nicht mehr aushielt und diese Ängste dem Kindermädchen mitteilte . Diese wiederum erzählte es direkt ihren Brötchengeber, und er stand dann zur Schlafenszeit bei den Buben im Kinderzimmer.

“Es soll hier Gespenster geben, ist mir berichtet worden, stimmt das?” Und da der Vater nun einmal eingeweiht war, erzählte Klaus von der Pein. Darauf sagte Thomas Mann, dass man folgendermaßen vorgehen müsse. A. die Gespenster zu ignorieren, denn dies treffe sie am schlimmsten, da sie alle narzißtisch veranlagt seien. B. Wenn dies nicht ausreiche müsste man ihnen ganz konkret aufzeigen, dass es sich nicht schickt für ein Gespenst unschuldige Kinder zu ängstigen! C. Falls das immer noch nicht reichen sollte, sollten sie dem Gespenst sagen, wenn es nicht verschwindet, würde ihr Vater höchstpersönlich erscheinen, und mit ihm sei nicht gut Kirschenessen!!!

Von da an war Ruhe im Kinderzimmer! :D

Übrigens: Seit dem hatte er den Namen “Zauberer” weg, denn er konnte Gespenster verzaubern ;-)

vom Finden …

… wenn man etwas finden möchte, sei es ein Ziel, einen Sinn, die Liebe oder sich selber, soll man sich treiben lassen und nicht explizit suchen! Die Suche verhindert den klaren Blick, und führt nicht zum gewünschten”Objekt”.

Aber kann man im Treibenlassen wirklich ein Ziel finden, oder den Sinn und gar sich selbt? Bei der Liebe verhält es sich so, da darf man nicht suchen, die Liebe findet sich von selber.

Einsamkeit

… ist ein Leben schon einsam, wenn man gerne Daheim sitzt und liest? Ist es einsam, wenn man sich von der Schnelligkeit und Hektik des 21. Jh. entzieht, und lieber etwas ruhiger, besinnlicher und ernster mit den Dingen umgeht, oder sich auf eine ausgewogenen Sprache einlässt? Diese Gedanken kamen mir bei „Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen“, weil man es als ödes Leben ansieht.

Es ist ganz natürlich, dass man sich ein wenig abkapselt, und man als Leseratte nicht mehr jeden Trubel mitmacht, und einige Bekannte dahinziehen. Aber als einsam …