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Archiv der Kategorie Gedicht
zeitlauf
7.7.2009 von Krümel.
ausgetrocknet, öd, verlassen
war nicht hier der ort
wo bunte schmetterlinge
mir flogen
träume alltäglichkeit waren
nichts, einsam und so still
im inneren suche ich
finde keinen klang
du bist fort
sehnsucht bleibt unerfüllt
zeit, zeitlos, weg
gefühlsmonotonie, wenn
hände ins leere greifen
wo bist du
erinnerungen verblassen
leis, zart, und erhellend
die farben kehren zurück
sommervögel kreisen mir
einerlei
auch ohne dich!
August 2004
Heidi Hof
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Darf es was scharfes sein?
2.6.2009 von Krümel.
Saft zieht sich mir aus
allen Winkeln des Gaumens
Schweiß läuft mir perlend
über die Stirn
Meine Haut verfärbt sich
zum feurigen Rot
Ich lutsche
und meine Zunge
wird ganz taub
Herrliche Gelüste
mir wird ganz heiß
Köstliche
Chili-Häppchen!
Februar 2004
Heidi Hof
Geschrieben in Gedicht | 2 Kommentare »
Leere
10.5.2009 von Krümel.
Hinter dem Nichts
gibt es eine Sphäre
ein Ding
hinter den Dingen
der Seelenleere
weich und weit
Doch der Verstand
erblickt das Nichts
erfasst keine Leere
ihm fröstelt, verdrängt
den Gedanken
ein Nicht-Nichts
kalt und hart
Unvorstellbar leer
nach dem Erkennen
das Nichts als Tor
zur Leere, doch
mein Geist sucht
auf anderer Ebene
dem Bewusstsein
entrinnend
eben leer, aber
nicht unerreichbar
Heidi Hof
Oktober 2004
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der stein
3.4.2009 von Krümel.
pferdeherz im kieselstein
lautlose schreie
freiheit im sein
gefesselt
temperament ohne
bewegung
aufgenommen
in deiner manteltasche
durch eis getragen
resignation
des sommers
achtloser fall
du hast mich
umgebracht!
Heidi Hof 2009
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Entwicklungsstudie
1.4.2009 von Krümel.
Version 2004
Gotteswille
Pferdeherz im Kieselstein
lautlose Schreie
Freiheit im Sein
gefesselt
Temperament ohne
Bewegung
Wehrlos
in deiner Manteltasche
Durch Eis getragen
Stagnation
des Sommers
Achtloser Fall
in Stücke
zerbrochen
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Bahnhofsbank
30.3.2009 von Krümel.
Bahnhofsbank
Du starrst, auf
kaugummiverklebten, mürben Beton
ein Zug fährt ein
Menschenmassen
wie in einem Ameisenhaufen
wimmeln
laufen
verpassen
ein Zug rast vorbei
du schaust ihm hinterher
so wie deinem Leben
schnell
rasch
vorbei
du gehst langsam zum Steg
hörst einen Zug, er kommt
blickst auf die Gleise
„Opa, was machst du denn da?“
„Ein Löwenzahn, schau
mein Kind.“
Heidi Hof 2004
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Hektik
25.3.2009 von Krümel.
schnell
noch einen letzten Grif
f – daneben
alles
f…….
ä…
l
…l
…….t
einsammeln
renne
und stolpere
über einen Ab
satz
lande auf dem Asphalt
eine
L
a
u
f
masch
e
Scheiße!
Heidi Hof 2004
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Ein Hauch …
26.2.2009 von Krümel.
Nur ein Hauch von Dir
den ich aufsog, wie
Leichtigkeit aus Watte
Entflammte Gefühle in mir
Tränen aus Eis
brachen wie kleine Splitter
schwammen hinweg
Und ich zu dir
Heidi Hof 2004
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Ich sehe in mein Spiegelbild
19.1.2009 von Krümel.
Ich sehe in mein Spiegelbild,
erblicke ein schönes Gesicht.
Ich sehe in mein Inneres,
erkenne sehr viel Gleichklang.
Ich sehe in Deine Augen,
und entdecke eine Fratze.
November 2003
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Erinnerung …
12.1.2009 von Krümel.
Draußen eilen Autos vorbei
die Sonne stiehlt sich zwischen
alten Hauswänden hervor.
Mein Blick liegt auf der schweren Uhr.
Sehnsuchtsvoll zähle ich ihr Ticken,
warte auf den Gong zur vollen Stunde.
Denn nur in der Mittagspause,
nach dem Essen,
verbinden einige Ampeln,
und ein breiter Steg,
mich mit meinem Lieblingsplatz.
Ein metallener Fliegenpilz,
ein großes Pferd aus Stahl,
säumen dort den Sandkasten.
„Franz Brandt Park“ klingen die Worte,
wenn meine Mutter endlich
meine kleine Hand ergreift,
und wir losgehen.
Mich an das Rad des Pilzes hängt,
andreht, schnell und schneller,
und ich erst vor Vergnügen kreische,
wenn ich mich kaum noch halten kann,
und die Schwielen in meinen
Handinnenflächen schmerzen.
Nachmittags zähle ich die Wagen,
die an unserem Schaufenster vorbeirasen,
träume von der eisernen Oase,
nicht fern,
und doch
alleine nicht zu erreichen.
Januar 2005
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