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Mein Lesejahr 2008

Auf den Lesethron möchte ich

Uwe Tellkamp

setzen, da ich von beiden Werken fasziniert, aufgewühlt und begeistert war!

“Der Eisvogel” hat mich stellenweise so wütend gemacht, dass ich das Buch am liebsten an die Wand geklatscht hätte, dies aber im positiven Sinne. Nachvollziehen kann man das nur, wenn man sich selber in diese Lektüre begibt. Tellkamp packt die Zeit so hautnah, die Kapitalismusbedrohung, obwohl ihm das beim Schreiben noch gar nicht so bewusst gewesen sein kann. Ein riesen Volltreffer!

“Der Turm”, das Mammut-Werk, wozu man sehr viel Muse und Zeit mitbringen sollte, denn es liest sich nicht mal eben so weg. Die Sprache ist hier eine eigene Person, und die Figuren treten hinter diese zurück. Grandios geschrieben, und ein absolutes Zeitzeugnis!

Lesehighlights

1. Rüdiger Safranski - Romantik/Eine deutsche Affäre
Wenn ich an das Jahr zurückdenke, dann ist die Romantik mir am stärksten in Erinnerung geblieben. Ich habe einige Werke dazu gelesen, den “Zauberberg” auszugsweise untersucht, und das ist natürlich der Verdienst von Safranski. Bisher ist mir noch kein präknanteres und auch verständlicheres Literaturwissenschaftsbuch unter gekommen. Bravo!

2. Oblomow - Iwan Gontscharow
Ach das Buch hat seine fünf Sterne absolut verdient, wunderbare Sprache, interesantes Thema und der Aufbau vom Buch ist perfekt, ja es ist ein Meisterwerk!

3. Schlafes Bruder - Robert Schneider
Auch hier bin ich sprachlich voll auf meine Kosten gekommen, und was für eine Thematik, einfach klasse!

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