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Archiv der Kategorie Zitate
Keyserling, Eduard Graf von - Bunte Herzen
28.4.2012 von Krümel.
” … dreiviertel unseres Lebens liegt irgendwo im Leben der anderen.
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Keyserling, Eduard Graf von - Bunte Herzen
27.4.2012 von Krümel.
“Unten im schlafenden Hause riefen durch die stillen Zimmer die altbekannten Stimmen der Uhren einander zu.
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Keyserling, Eduard Graf von - Bunte Herzen
24.4.2012 von Krümel.
“Schönheit kompliziert das Schicksal, legt Verantwortung auf und vor allem es stört unsere Abgeschlossenheit *. […] Schönheit ist eine beständige Indiskretion.
* besser Abgeschiedenheit?
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Walser, Martin - Muttersohn
19.4.2012 von Krümel.
- Was ein Mensch ausstrahle, wenn es ihm gelingt, bei sich zu sein.
- Ich habe nicht den mindesten Einfluss auf mich.
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Walser, Martin - Muttersohn
16.4.2012 von Krümel.
- Der Wissende hat sein Wissen immer von einem anderen. Auf den kann er sich berufen.
- Der Glaubende beruft sich auf sich selber.
- Wir glauben immer mehr als wir wissen.
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Walser, Martin - Muttersohn
13.4.2012 von Krümel.
- Der unterdrückte Teil in uns ist erst das, was uns zu Menschen macht.
- Der Glaube ist also von unserem Verstande getrennt und steht über ihm.
- Du bist zu wenig negativ, noch nie ist jemand ohne Verneinung ausgekommen, ohne Verneinkraft wirst du nicht ernst genommen.
- Ich verneine die Verneinung.
- Dürfen wir etwas nicht glauben, weil andere nicht daran glauben wollen oder können?
- Im Glauben erfahre ich, wer ich bin.
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Walser, Martin - Muttersohn
11.4.2012 von Krümel.
- Ich kann nicht sagen, was ich weiß. Nur, was ich bin.
- Ich habe mich nie mit mir eins fühlen können. Jeder konnte mich aus mir vertreiben.
- Suchen liegt mir nicht. Finden schon.
- Unsere Ahnungen sind klüger als das, was wir bloß wissen.
- Das Problem der Wissenschaft kann nicht auf dem Boden der Wissenschaft erkannt werden.
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Kracht, Christian - Imperium
4.4.2012 von Krümel.
” … dieser vergifteten, vulgären, grausamen, vergnügungssüchtigen, von innen heraus verfaulenden Gesellschaft, die lediglich damit beschäftigt ist, nutzlose Dinge anzuhäufen, Tiere zu schlachten und des Menschen Seele zu zerstören, adieu zu sagen, für immer, …
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Kracht, Christian - Imperium
2.4.2012 von Krümel.
“Er hatte eine Wachsplatte auf den Grammophonteller gelegt, die Nadel an seine Lieblingsstelle gesetzt, und während er die ersten blechernen Takte von Wagners Ritt der Walküren durch den Salon gepurzelt waren, hatte er ein paarmal geniest, sich in die Serviette geschneuzt, dann die Glieder ausgestreckt und seine Krawatte gelockert, und just in diesem Moment war das Insekt durch den Türrahmen herangesummt, und, vom intensiven Geruch der aus den Hahlschen Poren austretenden Milchsäure (deren Ausdünstung durch den warmen Riesling begünstigt und verstärkt wurde) ganz kirre geworden, hatte die Mücke noch im Anflug die Proboscis ausgefahren, um, blind vor Gier, an des Gouverneurs sauber ausrasiertem Nacken anzulanden und ihn mit einem kathartischen, crescendohaften Biß zu penetrieren, bevor sie die erlösende Götterdämmerung der Hahlschen Handfläche erfahren hatte. Und so war das Schwarzwasserfieber in den Gouverneur gekommen.
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Kracht, Christian - Imperium
1.4.2012 von Krümel.
“… der Mensch, ernähre er sich ausschließlich von der göttlichen Kokosnuß, nicht nur Kokovore wäre, sondern eben per definitionem Theophage, Gottfresser wäre.
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